Diabetes und Nikotin

Was haben Diabetes und Rauchen gemeinsam? – Sie schädigen unter anderem nachhaltig den Zahnhalteapparat.

Das Risiko an Parodontose zu erkranken ist bei Diabetikern um das drei- bis vierfache und bei Rauchern um das sechs- bis achtfache erhöht!

Beim Diabetes unterscheiden wir den Typ I (Autoimmunerkrankung) vom Typ II (Stoffwechselstörung) Diabetes.

Bei Diabetikern ist

1. die mittlere Sondierungstiefe erhöht
2. der mittlere klinische Attachmentverlust erhöht
3. der parodontale Knochenabbau schneller als beim Nichtdiabetiker
4. das Risiko für Zahnverlust dreifach erhöht
5. die Parodontitisprogression dreifach erhöht

Die Parodontitis bei Patienten ohne Diabetes führt nach fünf Jahren zu einer Progression der HbA1c-Werte, was zur Entstehung eines Diabetes führen kann. Die Parodontitis, die Erkrankung des Zahnhalteapparates, begünstigt die Entstehung eines Diabetes.

Entscheidend für die Entstehung und das Voranschreiten der Parodontitis ist neben der täglichen, häuslichen Mundhygiene die Ernährung. Durch die Aufnahme von Vitaminen (s.u.) ist die Progression der Parodontitis beeinflussbar.

Als Ernährungsempfehlung gilt die Aufnahme von

1. Vitamin C: Acerola, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Petersilie, rohe Paprika, Kiwi, roher Fenchel
2. Vitamin E: Sonnenblumenkerne, Weizenkeime, Haselnüsse, Mandeln, Erdnüsse
3. Coenzym Q10: Makrele, Sardinen, Soja, Nüsse, Samen, Broccoli, Spinat,Kohl, Avocados
4. Alpha-Liponsäure: Rindfleich, Innereien, Fisch, Spinat, Reiskleie, Broccoli, Tomaten
5. Flavonoide und Anthocyanidine: Granatapfel, Cranberry, Heidelbeeren, Preiselbeeren Aronia Himbeeren Trauben, Brombeeren